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Literatur

Als Schauplatz der Literatur hat Ingolstadt nicht nur durch die Erwähnung in Mary Shelleys Roman über Frankenstein, sondern auch durch das großartige Werk der Dramatikerin Marieluise Fleißer Berühmtheit erlangt.
Diese Rubrik veranschaulicht, dass es darüber hinaus noch viel mehr im Bereich der schreibenden Kunst zu bieten hat. 

Ingolstädter Literaturtage

Die Ingolstädter Literaturtage bieten vom 18. Juni bis 6. Juli 2022 abwechslungsreiche literarische Begegnungen in teils außergewöhnlichem Ambiente – sei es in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre oder auch draußen im Grünen. Das Lesefestival präsentiert hochkarätige Autoren/-innen und ihre Werke. Ebenso bleibt die Schreibnachwuchsförderung als wichtige Säule der Literaturtage bestehen.

Zudem gestalten die jeweils aktuellen Marieluise-Fleißer-Preisträger/-innen einen Teil des Festivals. Sie laden Autoren/-innen ein, zu deren Werken oder Person sie persönlich einen Bezug haben.

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Marieluise-Fleißer-Preis für Ines Geipel

Der mit 10.000 Euro dotierte Marieluise-Fleißer-Preis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Ines Geipel. Damit reiht sich die 1960 in Dresden geborene Autorin als 17. Preisträgerin ein in eine illustre Liste von Preisträgern/-innen, unter anderem die spätere Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Ines Geipel gehörte Anfang der 1980er Jahre zu den Spitzenleichtathletinnen der DDR. Seit 1980 studierte sie außerdem Germanistik in Jena und nach ihrer Flucht im Sommer 1989 Philosophie in Darmstadt. Seit 1996 ist sie Schriftstellerin und lehrt Verskunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin.

In ihren Werken setzt sich Ines Geipel mit ihren prägenden Erfahrungen in der DDR auseinander. Öffentlich wurde sie bislang in erster Linie als berühmte Leistungssportlerin und Nebenklägerin um das DDR-Zwangsdoping wahrgenommen.

Die politisch engagierte Autorin und Publizistin hat mehr als zwanzig Bücher und Essays verfasst. Ihr jüngstes Buch „Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“ (2019) schildert die gegenwärtige Entwicklung der Situation in Ostdeutschland.

„Sie ist eine sehr präzise schreibende Autorin“, beschreibt Kulturreferent Gabriel Engert die neue Preisträgerin. „Ihr Stil schwankt zwischen Erzählung und Essay.“

Für ihre schriftstellerische Tätigkeit und ihr gesellschaftspolitisches Engagement bekam Ines Geipel unter anderem den Antiquaria-Preis für Buchkultur (2011), den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis als Sonderpreis (2019) sowie den Lessing-Preis für Kritik (2020). 2011 erhielt sie außerdem für ihr schriftstellerisches und politisches Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Die Stadt Ingolstadt verleiht seit 1981 den Marieluise-Fleißer-Preis in zweijährigem Rhythmus an deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Vorgängerin von Ines Geipel war im Jahr 2019 die Schriftstellerin Iris Wolff.

Die Preisverleihung an Ines Geipel ist Ende November 2021 geplant.

Bibliotheken, Büchereien und literarische Gruppen

Schanzer Schülerschreibwettbewerb

Schreibwettbewerb für Schüler/-innen zum Thema „Fantastische Reisen durch die Zeit“

Der Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler 2022 im Rahmen der diesjährigen Ingolstädter Literaturtage widmet sich dem Thema „Fantastische Reisen durch die Zeit“. Mitmachen können alle Ingolstädter Schüler/-innen, die im Schuljahr 2021/2022 mindestens eine vierte Klasse besuchen (ab 9 Jahren). Die Teilnahme ist bis zur 12. Klasse möglich (bis einschließlich 18 Jahren).

Ob es ein Sprung in die Vergangenheit ist oder ein Ausflug in die Zukunft? Oder einen Zeitabschnitt immer wieder erleben? Egal ob Zeitreise oder Zeitschleife, Geschichten über das Reisen durch Raum und Zeit halten viele Abenteuer bereit.

Die Kurzgeschichten sind in computergeschriebener Fassung einzureichen. Die Länge der Beiträge darf einen Umfang von zehn Seiten (Arial, Schriftgröße 12) nicht überschreiten. Die Blätter dürfen nur einseitig beschrieben sein (bitte nicht zusammenheften oder binden). Das Urheberrecht für alle eingereichten Beiträge bleibt bei den Verfassern/-innen, das Kulturamt der Stadt Ingolstadt erwirbt nur das Recht ihrer uneingeschränkten Veröffentlichung.

Pro Verfasser/-in ist nur ein Beitrag zugelassen, Gemeinschaftsproduktionen von Klassen oder Gruppen können bei der Bewertung nicht berücksichtigt werden. Es werden nur Prosa-Texte, also Erzählungen oder Kurzgeschichten, bewertet. Lyrische Texte (Gedichte), Bildergeschichten oder Comics sind unzulässig. Selbsterstellte Zeichnungen oder selbstgeschossene Bilder als Ausschmückung der Texte sind selbstverständlich erlaubt – und auch erwünscht!

Folgende Informationen müssen zur Gewinnbenachrichtigung angegeben werden: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Schuladresse mit Angabe der Klasse, Wohnanschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Verfassers /der Verfasserin.

Für den Wettbewerb konnten nur vollständig selbstgeschriebene Beiträge zugelassen werden, die bis 1. Mai beim Kulturamt der Stadt Ingolstadt, Ziegelbräustraße 7, 85049 Ingolstadt oder per E-Mail an urbankultur@ingolstadt.de eingingen. Weitere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 0841 305-46615.

Wer zu den Preisträgern/-innen gehört, entscheidet eine Jury, deren Mitglieder beruflich mit Literatur zu tun haben. Die Entscheidung dieses Gremiums ist endgültig, der Rechtsweg ausgeschlossen. Es wird eine Siegerehrung mit feierlicher Übergabe der Preise geben. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Weitere Informationen zu den Ingolstädter Literaturtagen finden Sie unter: www.kulturamt-ingolstadt.de