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Kita Waldeysenstraße

Die städtische Kindertageseinrichtung Waldeysenstraße liegt im Norden von Ingolstadt am Rand des Piusviertels. Die Kita befindet sich noch in der Bauphase und wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 eröffnen.

Bring- & Abholzeiten

Die Bringzeit ist von 07:00 bis 09:00 Uhr.

Die Abholzeit richtet sich nach der Stundenbuchung.

Zur Abholung der Kinder sind berechtigt:

  • Personensorgeberechtigte des Kindes
  • Abholberechtigte durch Auflistung im Betreuungsvertrag
  • Personen, die nicht als abholberechtigt im Betreuungsvertrag aufgelistet sind, benötigen das schriftliche Einverständnis der Personensorgeberechtigten und müssen am Tag des Abholens ihren Personalausweis mit sich führen
  • Geschwister, die mindestens 13 Jahre alt sind

Schließzeiten

Tag/Zeitraum Grund der Schließung

Do., 23.12.2021 ab 12 Uhr bis

Fr., 07.01.2022

Weihnachtsferien

Di., 01.03.2022 ab 12 Uhr

Faschingsdienstag

Mi., 13.04. bis

Do., 14.04.2022

Konzeptionstage

Fr., 27.05.2022

Brückentag

Mo., 13.06. bis

Fr., 17.06.2022

Pfingstferien
Fr., 29.07.2022 Planungstag

Mo., 01.08. bis

Do., 19.08.2022

Sommerferien

Es ist jeweils der erste und letzte Ferientag angegeben.

Tagesablauf

Vormittag

Bringzeit

Eine aufmerksame Begrüßung der Kinder und deren Familien sowie die zugewandte Gestaltung des Übergangs von Familie in die Kita, leiten den Tag für das Kind ein.

Gleitende Brotzeit

Die Mahlzeit findet in einer wertschätzenden Atmosphäre statt und die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt.

Morgenkreis in den Stammgruppen

Der Morgenkreis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bietet Orientierung. Lieder, Geschichten, Spiele und Gespräche über den Verlauf des Tages, über die Ideen und Themen der Kinder, finden statt.

Freie Lern- und Spielzeit

Die Pädagogen/-innen beobachten aufmerksam und feinfühlig die Spielsituationen und lassen sich aktiv von den Kindern in ihr Spiel einbinden. Auf der Basis dieser Beobachtungen setzt die Fachkraft Impulse zu weiteren Entwicklungsschritten.

Gezielte Aktivitäten

Lerninhalte werden für die Kinder altersentsprechend aufbereitet und fokussieren unterschiedliche Bildungsbereiche, wie z. B. Schulvorbereitung oder Bewegung. Die Pädagogen/-innen motivieren und begleiten.

Projektarbeit

Der Fokus liegt auf den Fragen der Kinder. Pädagogen/-innen greifen die Interessen der Kinder auf, geben Impulse und ermutigen dadurch weiter an einem Thema zu forschen. Ein Projekt entsteht.

Gartenzeit und Spaziergänge

Aktivitäten außerhalb der Kita geben den Kindern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Natur und die Umwelt zu erweitern. Bewegung ist für die gesamte Entwicklung der Kinder bedeutsam. Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes wird viel Raum gegeben.

Begleitung der Körperpflege (Krippe)

Die Körperpflege und das Wickeln der Kinder finden in liebevollem Umgang statt und werden begleitet von einer respektvollen Haltung und sprachlichem Dialog.

Mittagszeit

Gemeinsames Mittagessen (Krippe) / Gleitendes Mittagessen (Kindergarten)

Mahlzeiten bieten den Kindern die Möglichkeit zur Begegnung und zur Bildung. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch entsteht, wenn Kinder selbstbestimmt für sich und für die Tischgemeinschaft agieren können.

Ruhe-/Schlafenszeit

Eine Ruhezeit ist für die Entwicklung der Kinder unabdingbar. Ruheinseln und feste Schlaforte bieten Antworten für die individuellen Bedürfnisse der Kinder. In dieser Zeit ist eine Abholung nicht sinnvoll.

Begleitung der Körperpflege* (Krippe)

Nachmittag

Freie Lern- und Spielzeit* / Gartenzeit * / Gemeinsame Brotzeit (Krippe) / Gleitende Brotzeit* (Kindergarten) / Begleitung der Körperpflege* (Krippe)

* wie oben beschrieben

Abholzeit je nach Buchung

Ein kurzer Austausch zwischen Erzieherin, Kind und Abholberechtigten gibt die Möglichkeit Wichtiges zu übermitteln.

Personal

Das Team der Kindertageseinrichtung wird von einer Gesamtleiterin, einer Fachbereichsleiterin für Personal/Pädagogik und einer Fachbereichsleiterin für Eltern/Organisation geführt, die für mehrere Einrichtungen in einem Cluster zuständig sind. Jedes Haus hat, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, pädagogische Fachkräfte, pädagogische Ergänzungskräfte sowie mindestens einer/m hauswirtschaftlichen/m Mitarbeiter/in. Die Stadt Ingolstadt bildet Personal aus und somit sind stets auch Praktikanten und Praktikantinnen aller pädagogischen Berufsgruppen in unseren Einrichtungen vertreten.

Räumlichkeiten & Außenanlage

Räumlichkeiten

Das zweistöckige Kitagebäude in der Waldeysenstraße betritt man über einen einladenden und hellen Eingangsbereich, in dem sich auch die Verwaltung befindet. Über eine großzügige Treppe gelangt man in das obere Stockwerk. Die Einrichtung besitzt einen Aufzug, der für den täglichen Transport von Lebensmitteln in die obere Etage zur Verfügung steht. Die fünfgruppige Kita ist von den Räumen so geplant, dass sie variabel mit max. bis zu fünf Krippen- oder fünf Kindergartengruppen belegt werden kann. Derzeit werden in unserer Kita im oberen Stockwerk zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe betreut. Die anderen beiden Krippengruppen befinden sich im Erdgeschoss. Die Kita verfügt über ein Bistro, in dem die Kindergartenkinder alle Mahlzeiten einnehmen oder Aktionen im Bereich Ernährung und Gesundheit stattfinden.

Die Gruppenräume erfüllen verschiedene Funktionen. Es gibt einen Rollenspielbereich, eine Leseecke, Baubereiche, Bereiche zum Forschen und Experimentieren und ein Atelier. Alle Räume und Spielbereiche orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder. Die Nebenräume bieten die Möglichkeit für Aktionen in Kleingruppen oder um dort Entspannung zu suchen. Der Spielflur lädt zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Die Kita verfügt über eine Turnhalle, die von allen Gruppen genutzt werden kann. Für die Kindergruppen gibt es in jedem Stock einen Sanitärraum mit Wickelbreich und Dusche.

Außenanlage

Die Kita verfügt über einen gemeinsamen Garten mit altersgerechtem Spielmaterial. Der Krippenbereich ist durch einen gepflasterten Weg etwas vom Kindergartenbereich abgetrennt. Den Kindern stehen Sandkasten mit Matschanlage, Rutsche, Schaukel und Klettermöglichkeiten, ein Spiel- und Rodelhügel, sowie Fahrzeuge für die verschiedenen Altersgruppen zur Verfügung.

Die Umgebung wird von den Gruppen regelmäßig für Spaziergänge und Entdeckungen in der Natur genutzt.

Kooperation & Vernetzung

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Kindertageseinrichtung pflegt einen engen Kontakt zur Grundschule im Stadtteil. Die Kooperationspartner der Einrichtung besprechen gemeinsame Aktivitäten, die den Übergang für die Vorschulkinder erleichtern sollen. Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen tauschen sich regelmäßig aus, die Einwilligung der Eltern vorausgesetzt.
Der Seh- und Hörtest und die Vorschuluntersuchung durch das städtische Gesundheitsamt finden jährlich in der Kindertageseinrichtung statt.

Fachdienste

Die Kooperation mit anderen fachlichen Einrichtungen und Diensten ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Kindertageseinrichtung. Bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern wird mit mobilen Fachdiensten, Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten zusammengearbeitet.

Kontakte im Umfeld

Zudem besteht ein enger Kontakt zu folgenden Einrichtungen:

  • Stadtbücherei
  • Gartenamt
  • Feuerwehr

Essen & Trinken

Frühstück

Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit.
Den Kindern steht täglich Obst und Gemüse aus dem Obst- und Gemüsekorb zur Verfügung.

Mittagessen

Die städtischen Kindertageseinrichtungen bieten täglich ein warmes Mittagessen mit einem Bioanteil von mindestens 50 Prozent an.
Die Speisen werden nach dem Cook & Freeze-Verfahren vom Essensanbieter bis zu einem bestimmten Punkt vorgegart und anschließend in den „Tiefkühlschlaf“ versetzt, um die Frische der Produkte zu bewahren. In den Kitas werden diese dann auf den Punkt fertig zubereitet.
Ergänzend dazu gibt es Obst, Rohkost, Salate oder Milchprodukte. Gesundheitliche und religiöse Bedürfnisse werden berücksichtigt.
Die Abrechnung des Mittagessens erfolgt auf den Tag genau. Der Preis für ein Mittagessen ist der Gebührensatzung (§ 4 Abs. 5) zu entnehmen.

Nachmittagsbrotzeit

Die Kinder bringen ihre Brotzeit von zu Hause mit.

Getränke

Jeden Tag stehen den Kindern Getränke zur Verfügung, die von der Kita bereitgestellt werden. In den Wintermonaten wird zusätzlich ungesüßter Tee angeboten.

Frischkost: Obst, Gemüse als Rohkost, Milchprodukte

Über den Tag verteilt essen die Kinder zu den meisten Mahlzeiten entweder frisches Obst oder Gemüse als Rohkost oder Milchprodukte.

Pädagogische Konzeption


Kinderkrippe Waldeysenstraße

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der  UN Kinderrechtskonvention (1989) und der  UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mitgestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu eine, in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung die eine gute Voraussetzung für Lernen und Entwicklung darstellt. Wichtig ist uns dabei, das Spiel als die elementarste Form des Lernens anzusehen. In einer wertschätzenden Atmosphäre kann sich das Kind seinem individuellen Stand entsprechend entwickeln.

Eingewöhnung - erster pädagogischer Schwerpunkt in der Krippe

Der Übergang von zu Hause in die Krippe bedeutet für das Kind eine neue Herausforderung. Das Kind erlebt die erste, längere Trennungsphase. Das Kind hat in dieser Zeit einiges zu bewältigen. Es muss sich an neue Räume gewöhnen, Kontakte knüpfen, einen neuen Tagesablauf kennenlernen und sich als Teil einer neuen Gruppe zurechtfinden. In der Eingewöhnung spielt Zeit eine große Rolle. Wir legen großen Wert darauf jedem Kind die Zeit einzuräumen die es braucht, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Viele Eltern sind beim Eintritt in die Kindertageseinrichtung das erste Mal mit dem Thema „Loslassen“ konfrontiert. Oft sind sie unsicher, ob sie das Richtige zu tun. Sie sorgen sich, ob die pädagogischen Fachkräfte sich gut um ihr Kind kümmern. Durch ausreichend Zeit und ausführliche Gespräche wird das notwendige Vertrauen zwischen Fachkräften und Eltern aufgebaut und mögliche Sorgen ausgeräumt. Einen festen Zeitrahmen für die sogenannte Eingewöhnungszeit zu setzen ist schwer. Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit, mit ganz individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Ängsten. Wir möchten der Eingewöhnung genügend Raum geben, da in dieser entscheidenden Phase viele wichtige Lernprozesse getätigt werden. Wenn für die Eltern ersichtlich ist, dass ihr Kind sich in der neuen Umgebung wohlfühlt, mit anderen Kindern spielt, auf die pädagogischen Fachkräfte zugeht und sich trösten lässt, können sich Eltern zurückziehen und ihr Kind mit einem guten Gefühl in der Einrichtung lassen. Dann kann man davon ausgehen, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist. Orientierung bietet das Berliner Modell bei der Eingewöhnung.

„Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.“

Johann Heinrich Pestalozzi

Portfolioarbeit

Das Portfolio ist ein Entwicklungsbuch, das in kindgerechter und positiver Form die Entwicklung und die Lernschritte des Kindes dokumentiert. Das Portfolio darf auch von den Eltern mitgestaltet werden und verbleibt bis zum Ende der Krippenzeit in der Einrichtung.

Themenwochen

Durch genaues Beobachten der Kinder kann das pädagogische Personal erkennen welche Themen für die Kinder gerade interessant und aktuell sind. Diese Themen werden dann in einer Themenwoche erarbeitet und verschiedenste Angebote dazu durchgeführt

Orientierung am Jahreskreis und an Festen

Natürlich möchten wir den Kindern Traditionen und Gebräuche näherbringen und vermitteln. Deshalb feiern wir mit den Kindern St. Martin, Weihnachten und Ostern. Für die Vorbereitung nehmen wir uns ausreichend Zeit und greifen die Anlässe als Themen in unserem pädagogischen Alltag auf.

Entwicklungsgemäßer Ansatz

Jedes Kind entwickelt sich in Phasen, die aufeinander aufbauen. Die Lern- und Bildungsaktivitäten orientieren sich an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes und der Kindergruppe. Hierbei gilt es, an der Lernfreude, Experimentierlust und Neugierde der Kinder anzuknüpfen.

Sprach- und medienkompetente Kinder

"Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken. Darum brauchen Kinder Bücher."

- Astrid Lindgren


Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und sie ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, sowie für eine gelingende Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben.

Unsere Kinder erfahren eine Gesprächsatmosphäre, die durch Akzeptanz, Offenheit, Vertrauen und Freundlichkeit gekennzeichnet ist. Wir hören jedem Kind aufmerksam zu und bestärken es, dadurch seine Erlebnisse, Ideen und Vorstellungen zu äußern. Durch die vorbereitete Umgebung während der Freispielzeit und durch gezielte Lernangebote mit (Bilder-)Büchern, Versen, Reimen, Geschichten, Fingerspielen und Märchen entwickeln Kinder in ihrer Altersgruppe Sprachkompetenz, die ganz wesentlich zur Sprachentwicklung beiträgt.

Fragende und forschende Kinder

„Wir sollten Kindern nicht Fragen beantworten.

Wir sollten bei Kindern Fragen auslösen

und sie selbst nach Antworten suchen lassen.“

(L. Lauger)


Der Forscherdrang der Kinder ist unerschöpflich. Mit großem Interesse experimentieren, beobachten und erforschen sie.

Wir unterstützen die Kinder dabei, indem wir sie mit unterschiedlichen Materialien experimentieren und bauen lassen.

Wir beobachten mit ihnen die Natur mit ihren Veränderungen, indem wir regelmäßige Spaziergänge in der Umgebung unternehmen.

Die Welt der Kinder ist voller Mathematik, da sich geometrische Formen, Zahlen und Mengen überall verbergen, ob beim Zählen der anwesenden Kinder im Morgenkreis oder beim Sortieren der Mengen nach Farben, Formen und Größe.

Künstlerisch aktive Kinder

" Als Kind ist jeder ein Künstler.

Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben."

(Pablo Picasso)


Jedes Kind besitzt von Geburt an die Anlage zu Musikalität und Kreativität. Es hat Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in seiner Umgebung zu lauschen und diese selbst zu produzieren. Gehörte Musik setzt es in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.

Bei uns im Haus wird jedes Kind täglich mit Musik konfrontiert, sei es allein ein morgendliches Lied zur Begrüßung. Regelmäßig setzen wir die verschiedensten Musik- und Rhythmusinstrumente ein, mit denen die Kinder auch frei experimentieren dürfen. Uns ist bewusst, wie wichtig Musik für das Wohlgefühl und für das Erlernen von sozialen Kompetenzen ist, wie sehr sie sprachliche Fähigkeiten verbessern kann und das aufmerksame Zuhören schult, sowie intellektuelle Fähigkeiten und das Körperbewusstsein positiv verstärkt.

Ästhetische Bildung und Erziehung hat immer auch mit Kunst und Kultur zu tun. Kinder sind von Natur aus neugierig, experimentierfreudig und zeigen Freude am schöpferischen Tun.

Um kreatives, phantasievolles Spielen voraussetzen zu können, ist es wichtig, dass unsere Kinder Wertschätzung und Anerkennung ihrer Gestaltungsideen erfahren. Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen Tun sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung und fördern die personale Kompetenz. Den Kindern stehen verschiedene Materialien zur Verfügung: Papier, Pappe, Naturmaterialien, Zeitungen, Farben usw. Der Weg führt vom spielerischen Umgehen über das Experimentieren zum schöpferischen Tun. Alle Kinderbilder und Zeichnungen erfahren in unserer Einrichtung Wertschätzung.

Starke Kinder

„Gesundheit ist mehr als nur das Freisein von Krankheit, sie ist ein Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden.“

(WHO)


Bewegung ist stark verbunden mit Fühlen und Denken. Durch Bewegung werden Denkprozesse der Kinder angeregt, die natürliche Bewegungsfreude der Kinder unterstützt, die motorischen Fähigkeiten gestärkt, sowie eine gesunde Entwicklung gewährt.

Folgendes tun wir im Einzelnen, damit die Kinder gesund, stark und selbstbewusst werden:

  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung zweckmäßiger Kleidung
  • Regelmäßige Aktivitäten in der Turnhalle
  • Anbieten von Obst und Gemüse
  • Ausgewogenes Mittagessen
  • Mittagsschlaf, Ruhezeiten zwischendurch

Beteiligung der Kinder

"Die Kinder sind der Fortschritt selbst - vertraut dem Kinde"

(Rainer Maria Rilke)

Beteiligung bedeutet Partizipation im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Das Alter spielt für die Beteiligung keine Rolle, lediglich die Form der Beteiligung sollte dem Alter der Kinder angemessen sein.

Beteiligung der Kinder muss nicht auf einem verbalen Dialog beschränkt sein, je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist das Beobachten der Signale, die sie durch Mimik, Gestik und Körpersprache aussenden.

Kinder bringen einen Reichtum an Ideen und Perspektiven ein, welche wir aufnehmen und in der Praxis umsetzen.

Beschwerdemöglichkeiten für Kinder

"Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren"

(Maria Montessori)


Unsere erzieherische Haltung bezieht die Kinder in die für sie altersentsprechenden Entscheidungsprozesse mit ein. Wir befürworten die Mitgestaltung und Mitentscheidung eines Kindes bei der Gestaltung des Tagesablaufes. Durch anregendes Spielmaterial, möchten wir für die Kinder eine Umgebung schaffen, in der sie ihre individuellen Lernwege gehen können. Allein die Gestaltung des Morgenkreises, indem die Kinder Lieder selbst wählen dürfen, Vorschläge machen können, sich äußern können und ihnen genug Zeit gegeben wird und sie gehört werden, bedeutet für die Kinder ein großes Maß an Mitspracherecht.

Auch Kinder, die sich verbal noch nicht ausdrücken können, zeigen durch eine ganz klare Mimik und Gestik, ob sie zufrieden sind oder nicht. Die Bezugspersonen in der Einrichtung erkennen ganz deutlich die Signale. So zeigt jedes Kind Vorlieben und Abneigungen, z. B. beim Mittagessen. Beim Erstellen der Speisepläne wird dies stets berücksichtigt.

Wir sind dankbar und offen für jede Rückmeldung von Seiten der Eltern, die als Sprachrohr für ihre Kinder fungieren. Das Feedback macht es uns möglich, Änderungen, Verbesserungen und Wünsche aufzunehmen und diese nach Möglichkeit umzusetzen.

Auch die alljährliche Elternbefragung ist ein bewährtes Mittel, zu reflektieren und Anregungen zu geben.

Kinderschutz



Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

„Die Wertschätzung von Vielfalt bedeutet, ohne Angst verschieden sein zu können.“

(Theodor W. Adorno)


Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen„ (UN- Behindertenrechtskonvention)

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann.

Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

"Jedes Kind braucht seinen Fähigkeiten entsprechend angemessenen Raum; allerdings immer groß genug, den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen."

(Emmi Pickler)


Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Spielen ist die elementarste Form des Lernens, in der Kinder Erfahrungen und Lernprozesse verarbeiten können. Was für das Kind das Freispiel ist, ist für uns Erwachsene die Arbeit. Die Kinder haben die Möglichkeit in der Freispielzeit selbstständig zu entscheiden mit wem, mit was, wie lange und wo (Räumlichkeiten begrenzt) sie spielen möchten.

Das Personal begleitet diese Zeit durch aktives Mitspielen. In dieser Zeit werden vor allem soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Konfliktfähigkeit, gegenseitige Hilfestellung erlernt und vertieft.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Uns ist es wichtig unsere Arbeit so transparent wie nur möglich für die Eltern zu gestalten. So bekommen Sie einen Einblick, was wir gemeinsam mit ihrem Kind am Tag erlebt, erlernt und neu entdeckt haben.  

Einblick in den Tagesablauf gibt unser Tagesrückblick den Sie der vor jedem Gruppenraum zu finden ist.

Zusätzliche Informationen erhalten Eltern in unseren Elternbriefen und durch Aushänge an den Infowänden im Eingangsbereich und vor den Gruppenzimmern.

Besondere Aktionen wie Ausflüge, Spaziergänge und Feiern werden durch Aushänge bekannt gegeben.

Individuell gestalten wir mit jedem Kind einen Portfolio - Ordner, mit Fotos der pädagogischen Arbeit und Entwicklungsabläufen.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

„Die Beobachtung ist die Eingangstür zur pädagogischen Arbeit.“

(Heck)

Die Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln in der Krippe. Sie gibt uns Einblick in die Entwicklung und das Lernen des Kindes, informiert über Verlauf und Ergebnis von Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Beobachtungen werden in einem Beobachtungsbogen, welche der Altersstufe entsprechend ausgerichtet ist, festgehalten und sind die Grundlage für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern im Rahmen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Diese Gespräche werden protokolliert, mit den Eltern reflektiert und absolut vertraulich behandelt.

Wir bieten ihnen einmal im Jahr ein großes Entwicklungsgespräch und tägliche Tür- und Angelgespräche an. Sollte weiterer Bedarf bestehen, sind wir für weitere Gespräche offen.

Wo es notwendig ist werden Fördermaßnahmen eingeleitet, oder in Zusammenarbeit mit den Eltern, Fachdienste eingeschaltet. Wir kooperieren mit dem mobilen heilpädagogischen Fachdienst, dem Gesundheitsamt, der Erziehungsberatungsstelle, dem Amt für Kinderbetreuung und vorschulische Bildung und dem Jugendamt.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

"Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen,

das man ihm entgegen bringt." 

(Paul Claudel)

Die Vermittlung von Werten und Normen findet sich in unserer täglichen Arbeit mit Kindern, Personal und Eltern stets wieder. Als pädagogische Fachkräfte sind wir Vorbilder und verpflichtet wertschätzend miteinander umzugehen. Wir berücksichtigen die Unterschiede der verschiedenen Religionen und Kulturen, da immer mehr Kinder aus anderen Kulturkreisen unsere Einrichtung  besuchen. Gerne nutzen wir den Erfahrungsschatz der Eltern als wertvolle Unterstützung und bieten auch für diese entsprechende Orientierung in den Wertvorstellungen des neuen Lebensumfeldes an.

Klare Regeln, fest umrissene Grenzen und unsere Vorbildwirkung tragen dazu bei, dass auch schon die Krippenkinder Achtung vor Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen entwickeln.

Krippenkinder sind entwicklungspsychologisch zunächst mit sich selbst beschäftigt. Empathiefähigkeit bildet sich erst im Alter von ca. vier Jahren aus. Bei manchen Kindern auch schon früher. Dennoch ist es unser Ziel, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wertigkeit der eigenen Person und der Wertigkeit anderer Menschen, sowie der Umwelt zu entwickeln und in diesem Zusammenhang Mitgefühl und Einfühlungsvermögen aufbringen zu können. Diesen Entwicklungsprozess unterstützen wir, ohne die Kinder jedoch zu überfordern.

Das Erleben von Konfliktsituationen und die Erfahrung, dass diese lösbar sind gehört zu diesem Prozess dazu. Wir bleiben hier nahe beim Kind und unterstützen es hier in seiner Entwicklung.

Beteiligung der Eltern

Unser Ziel ist es, dass Familie und Krippenpersonal offen füreinander sind, zusammenarbeiten und ihre Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohl der Kinder kooperieren.

Wir als Kindertageseinrichtung begegnen den Eltern als gleichberechtigte Partner, in gemeinsamer Verantwortung für das Kind. Wir schätzen die Kompetenz der Eltern und unterstützen sie bei den Erziehungsprozessen ihrer Kinder.

Um eine erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern aufzubauen und die Familien beim Übergang in die Krippe zu begleiten, findet vor dem Eintritt in die Kita ein ausführliches Aufnahmegespräch statt, mit der gleichzeitigen Erstellung des Betreuungsvertrages.

Für den weiteren positiven Verlauf der Kooperation zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften bieten wir tägliche Tür- und Angelgespräche, sowie Entwicklungsgespräche an.

Eltern sind bei uns eingeladen, sich in der Einrichtung bei Festen, Projekten und anderen Aktivitäten im Kita Alltag zu beteiligen und einzubringen.

Der Elternbeirat unterstützt das Team bei verschiedenen Abläufen in der Einrichtung. Beteiligung, Mitverantwortung und Mitbestimmung von Eltern bereichert und unterstützt unsere Arbeit.

Die jährlich stattfindende Elternbefragung, welche die Akzeptanz der Eltern zu verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise Pädagogik, Ausstattung und Mittagessen, sowie die  Bedarfe zu Öffnungszeiten und Schließzeiten abfragt, unterstützt unsere qualitative Weiterentwicklung.

Details zu unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.

Kindergarten Waldeysenstraße

Die Stadt Ingolstadt ist als Träger der Städtischen Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder und der Horte verantwortlich für die Betriebsführung, die Finanzierung und die Qualitätssicherung der Häuser.

Sie übernimmt die Verantwortung für die Beachtung und Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen (z. B. Grundgesetz, SGB VIII, BayKiBiG, BayIntG und der Ausführungsverordnung AVBayKiBiG), sowie der UN Kinderrechtskonvention (1989) und der UN Behindertenrechtskonvention (2009).  

Die pädagogische Konzeption aller städtischen Kindertageseinrichtungen orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), der als Grundlage der pädagogischen Arbeit im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) verankert ist und an der Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren, sowie der Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit und der pädagogischen Empfehlung für die Arbeit in bayerischen Horten.

Wir gehen hierbei davon aus, dass das Kind von Geburt an seine Entwicklung und Bildung aktiv mit gestaltet. Die natürliche Wissbegier des Kindes wird dabei als wertvolle Voraussetzung angesehen. Die Kita bietet dazu eine in Bezug auf die personalen, sozialen und physischen Kompetenzen, anregende Umgebung an, die eine gute Voraussetzung für das Lernen und die Entwicklung darstellt. Wir sehen das Spiel als die elementare Form des Lernens. Eine wertschätzende Atmosphäre unterstützt das Kind in seiner Entwicklung.

Unser offenes Konzept ermöglicht den Kindern ihren individuellen Lerninteressen nachzugehen und ihre Potentiale zu entfalten. Die Kinder entscheiden die längste Zeit des Tages, welche Räume sie aufsuchen und an welchen Aktivitäten sie sich beteiligen. Ein gut strukturierter Tagesablauf bietet den Kindern hierbei die nötige Orientierung.

Unser Bild vom Kind

Kinder kommen als wertvolle, wissbegierige Menschen zur Welt und beginnen unmittelbar danach ihre Umwelt zu entdecken. Jedes Kind hat seine eigene, vollwertige und individuelle Persönlichkeit. Jedes Kind ist ein selbstständig denkender und handelnder Mensch.
Es bestimmt durch Eigenaktivitäten sein eigenes Entwicklungstempo.

Jedes Kind lernt immer und überall, ist neugierig, forschend, kreativ und kompetent. Kinder können und wissen viel. Jedes Kind ist ein selbstständig denkender und handelnder Mensch und genau aus diesem Grund treten wir jedem Kind respektvoll und akzeptierend gegenüber. Uns ist es ein Bedürfnis auf jedes einzelne Kind mit seinen Interessen und Neigungen einzugehen.

Wir achten das Recht des Kindes, auf bestmögliche Bildung, Entfaltung seiner Persönlichkeit und auf Mitsprache bei allen Angelegenheiten, die das Kind betreffen.

(UN-Kinderrechtskonventionen)

Übergänge

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Lebensphasen der Übergänge. Gelingen diese in frühen Lebensjahren ist dies eine positive Voraussetzung dafür, dass spätere Übergänge ebenso gelingen können.
Meist ist die erste Übergangsphase, die vom Elternhaus in die Krippe bzw. in den Kindergarten.

Das Kind kommt in den Kindergarten

Der Eintritt in den Kindergarten ist ein Ereignis, das die persönliche Entwicklung des Kindes voranbringt und Freude und Neugier weckt. Für das Kind bedeutet dies, sich zum ersten Mal für einige Stunden von seiner Familie zu trennen. Die Kinder als auch die Eltern haben somit eine Reihe von Anforderungen als auch neue Eindrücke zu bewältigen.

Wir sehen dies als Entwicklungsaufgabe der Kinder bzw. Familien an, bei der viele Lernschritte beobachtbar sind. Die Kinder erwerben neue Kompetenzen, bauen neue Beziehungen auf und bringen ihre vertraute und neue Lebensumwelt in Einklang. Deshalb unterstützen wir Eltern und Kinder gezielt, um sie bestmöglich auf diesen Übergang vorzubereiten.

An unserem Tag der offenen Tür können sich alle Interessierten über unser pädagogisches Konzept informieren und unsere Räume besichtigen. So bekommen die Familien einen ersten Einblick.

Unser Informationselternabend bietet weitere Möglichkeiten sich über alle Anliegen, die den Kindergartenbeginn betreffen, auszutauschen.

Um einen gelingenden Übergang zu gestalten, nehmen wir die Kinder im Herbst gestaffelt auf, sodass wir uns für das einzelne Kind und dessen Eltern Zeit nehmen können. Die Orientierungsphase der neuen Kinder steht bei uns am Anfang des Kindergartenjahres immer im Mittelpunkt.

Den Ablauf der Eingewöhnungsphase gestalten wir flexibel. Die Eingewöhnung erfolgt nach dem individuellen Tempo des Kindes und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern. Das Kind verbringt in Begleitung einer Bezugsperson einige Stunden in der Kita. Es kann einen vertrauensvollen Kontakt mit dem pädagogischen Personal und anderen Kindern aufbauen, lernt Räume und Spielmaterialien kennen. Wenn sich das Kind sicher fühlt, steigern sich die täglichen Zeiten in denen die Kindertageseinrichtung besucht wird. Wir stehen den Familien hier gern beratend zur Seite.

Interne Übergänge in unserem Haus für Kinder

Den hausinternen Übergang von der Krippe in den Kindergarten gestalten wir nach einem eigenen Konzept. Erste Kontakte knüpfen unsere Kinder durch das gemeinsame Spielen im Garten oder in den Randzeiten von Beginn an. Im Frühjahr bilden Krippen- und Kindergartenkinder eine Projektgruppe. Hier entsteht, wächst und entwickelt sich ein Projekt über mehrere Wochen zusammen. Im Sommer finden regelmäßige Besuchstage der Krippenkinder in der Kindergartengruppe statt. Durch das Projekt und die Besuchstage lernen die Krippenkinder das pädagogische Personal, die Kinder und die Räumlichkeiten besser kennen. Insbesondere in den letzten Wochen vor dem Übergang werden diverse Aktionen geplant, um den Kindern den Wechsel in den Kindergarten zu erleichtern. Beim Wechsel von der Kinderkrippe in den Kindergarten wird auf die positiven Erfahrungen, die das Kind bereits beim Übergang vom Elternhaus in die Krippe gemacht hat, aufgebaut. So ermöglichen wir unseren Kindern einen schonenden und reibungslosen Übergang.

Ein Krippenplatz in unserem Haus garantiert jedoch nicht automatisch einen Kindergartenplatz. Es ist eine erneute Anmeldung im Rahmen des regulären Anmeldeverfahrens erforderlich.

Das Kind kommt in die Schule – Vorbereitung und Abschied

Die Motivation der Kinder sich auf den Übergang Kindergarten- Schule einzulassen ist in der Regel sehr hoch. Dennoch geht dieser Wechsel mit Unsicherheiten von Seiten der Kinder aber auch der Eltern einher. Unser Ziel ist es, während der Kindergartenzeit, die Kinder bestmöglich auf den neuen Lebensabschnitt Schule vorzubereiten. So können sie auf die erlernten Kompetenzen zurückgreifen und haben die Chance, den Übergang positiv zu erleben. Vorschularbeit beginnt ab dem ersten Kindergartentag. Den Kindern stehen während der Freispielzeit altersgemäße und herausfordernde Spielmaterialien und – bereiche zur Verfügung. Zusätzlich finden einmal pro Woche entwicklungsangemessene Lernangebote für die angehenden Schulkinder in einem separaten Raum statt. Hier lernen die Kinder spielerisch durch Sinnesübungen, Bewegungseinheiten, Umgang mit Buchstaben und Zahlen, Montessorimaterial usw. sich auf die Anforderungen im Schulalltag vorzubereiten. Im Laufe des Kindergartenjahres unternehmen wir Ausflüge mit den älteren Kindern, z. B. ins Stadttheater, zur Feuerwehr, in die Jugendverkehrsschule, in die Stadtbücherei oder in Museen. Die Kinder erledigen in Kleingruppen gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft gerne auch Einkäufe.

Im letzten Kindergartenjahr werden durch das Gesundheitsamt die einzelnen Entwicklungsuntersuchungen der Vorschulkinder in der Kita durchgeführt. Alle Kinder, die daran teilgenommen haben, werden zur Schuleinschreibung eingeladen. Die Ergebnisse daraus können Anhaltspunkte für ein Elterngespräch zur Unterstützung des positiven Übergangs sein. Die Basis des Austauschs zwischen Schule und Kindergarten bezüglich der Schuleinschreibung bzw. des Entwicklungsstandes ist die schriftliche Einwilligungserklärung der Eltern.

Das Abschiednehmen vom Kindergarten findet in Form von verschiedenen Aktivitäten in kleinen Schritten statt: der Schnuppertag in der Grundschule gibt Einblick in den Schulalltag, der Vorschulabend stärkt das Wir-Gefühl der Gruppe, das Basteln der Schultüte weckt die Spannung auf den ersten Schultag und die Abschiedsfeier rundet die Kindergartenzeit ab.

Pädagogischer Schwerpunkt

Wir sehen unsere Einrichtung als ein Haus für Kinder welches zurzeit aus drei Krippen- undzwei Kindergartengruppen besteht. Uns ist es wichtig, dass die Krippen- und Kindergartenkinder ihren Tagesablauf zeitweise gemeinsam gestalten und miteinander in Kontakt sind. Verschiedene Bereiche, wie z. B. der Garten, die Turnhalle und die Spielflure werden gemeinsam sowohl von den Krippenkindern, als auch den Kindergartenkindern genutzt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Krippe und Kindergarten ist uns wichtig, damit die Krippenkinder schon frühzeitig auf die Kindergartenzeit vorbereitet werden. Dadurch fällt den meisten Kindern der bevorstehende Übergang in den Kindergarten wesentlich leichter.

Um die Kinder auf die sich häufig ändernden, vielfältigen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und ihre Entwicklung zu selbstbewussten, selbstständigen, weltoffenen, wissbegierigen Menschen zu begleiten, liegt unser pädagogischer Schwerpunkt auf Offenheit und Achtsamkeit gegenüber jedem einzelnen Kind. Unser Ziel ist es, Kinder von Anfang an dabei zu unterstützen, Spaß und Freude am Lernen zu entwickeln. Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am einzelnen Kind und seinen Kompetenzen.

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem offenen Konzept. Jedes Kind ist einer Stammgruppe zugehörig. In diesen Stammgruppen halten sich die Kinder während der Bringzeit, dem Morgenkreis, sowie bei geplanten pädagogischen Angeboten auf. In der Freispielzeit sind die Gruppentüren geöffnet und die Kinder können selbst entscheiden, ob sie im Gruppenraum bleiben, Angebote in den Lernbereichen wahrnehmen oder sich auf dem Spielflur aufhalten. Da wir großen Wert auf ausreichend Bewegung legen, achten wir darauf, die Turnhalle und den Garten regelmäßig zu nutzen.

Die Gruppenräume erfüllen verschiedene Funktionen. Es gibt einen Rollenspielbereich, eine Leseecke, Baubereiche, Bereiche zum Forschen und Experimentieren und ein Atelier.

Die Nebenräume bieten den Kindern die Möglichkeit für Aktionen in Kleingruppen oder um dort Entspannung zu suchen.

Der Flur kann als Spielflur von Kindergarten und Krippe genutzt werden.

Die KiTa verfügt über ein Bistro, in dem alle Mahlzeiten eingenommen werden oder Aktionen im Bereich Ernährung und Gesundheit stattfinden können.

Die Themenbereiche bieten den Kindern ausreichend Möglichkeiten, sich zu entfalten. So bietet beispielsweise das Atelier ein breiteres Spektrum zum kreativen Arbeiten.

Nach der morgendlichen Begrüßung können die Kinder entscheiden, welchen Bereich sie aufsuchen möchten. Aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung weiß man, dass Kinder dort am nachhaltigsten lernen, wo sie mit Eifer und Freude dabei sind. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, ihren individuellen Interessen und Bedürfnissen ausgiebig nachzugehen und damit größtmögliche Entwicklungsschritte zu erzielen. In den einzelnen Erfahrungsräumen nehmen die Kinder neben selbst gewählten Tätigkeiten auch an Projekten teil.

„Projekte sind ein konkretes und offen geplantes Lernunternehmen einer Kleingruppe mit Kindern und Erwachsenen, einer lernenden Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht die intensive, bereichsübergreifende Auseinandersetzung mit einem Thema und dessen Einbettung in größere Zusammenhänge. Gemeinsam wird ein Thema vielseitig und arbeitsteilig untersucht und erforscht. Dabei werden Frage- und Problemstellungen identifiziert und gelöst, was sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.“

(Schlüssel Projektarbeit, Eva Reichert-Garschhammer)


Das Lernen in Projekten ermöglicht den Kindern Selbsttätigkeit, Kooperation, Partizipation, Entdecken und Forschen. In diesem Prozess reflektieren die Kinder immer wieder ihr Lernen und ziehen Schlüsse für weitere Arbeitsschritte. Es unterstützt das „Lernen, wie man lernt“, beinhaltet alle Bildungsbereiche und stärkt Basiskompetenzen.

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

„In der Seele des Kindes liegt ein unergründliches Geheimnis, das allmählich offenkundig wird, wenn sie sich entwickelt.“

(Maria Montessori)

Unser Anliegen ist es, die Kinder in ihrer motivationalen, emotionalen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Wir bieten ihnen Orientierungshilfen an, sich in der immer komplexer werdenden Welt zu Recht zu finden. Zudem unterstützen wir das Kind in seinem Selbstwertgefühl und seiner Selbstbestimmung, in dem wir viel loben, und positiv verstärken und den Kindern einen Alters entsprechenden Gestaltungsfreiraum zugestehen. Eine Ausgewogenheit von Entscheidungsmöglichkeit und verbindlichen Pflichten ermöglicht die Entwicklung von Verantwortungsübernahme.

Wir berücksichtigen alle Religionen und Kulturen, da immer mehr Kinder aus anderen Kulturkreisen unsere Kita besuchen. Gerne nutzen wir den Erfahrungsschatz der Eltern als wertvolle Unterstützung.

Klare Regeln, fest umrissene Grenzen und unsere Vorbildwirkung tragen dazu bei, dass die Kinder Achtung vor Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen entwickeln.

Sprach- und medienkompetente Kinder

"Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken. Darum brauchen Kinder Bücher."

(Astrid Lindgren)

Wichtig ist, dass das Kind Freude an der Sprache, am Sprechen und am Dialog erwirbt, da die Sprache Grundlage der zwischenmenschlichen Kommunikation und für den schulischen und beruflichen Erfolg ist. Zunehmend soll das Kind lernen, Gedanken und Gefühle sprachlich differenziert mitzuteilen.

Sprachkompetenz wird nicht isoliert erworben, sondern ist ein durchgängiges Prinzip im pädagogischen Alltag. Gesprochen, erklärt, diskutiert und ausgehandelt wird immer und überall. Durch die Gruppenöffnung erhalten die Kinder vielfältige sprachanregende Impulse. Sie lernen Schritt für Schritt ihre eigenen Bedürfnisse mitzuteilen und mit anderen zu kooperieren. Das Personal hat hier große Vorbildfunktion. Zusätzlich unterstützen wir die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten durch Erzählen und Nacherzählen von Geschichten, Erlebnissen aus dem Alltag, Reimen und Märchen und dem Betrachten von Bilderbüchern.

Bei Bedarf bieten wir gezielte Unterstützung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund an. Die Beobachtungsbögen SISMIK und SELDAK werden zur Feststellung des Sprachstandes eingesetzt und in Kooperation mit der Grundschule der Vorkurs „Deutsch“  angeboten.

Medien:

Der kompetente Umgang mit Medien und die durch sie vermittelten Inhalte sind eine neue Kulturtechnik. Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf (Medien verstanden als Objekte zur Vermittlung von Informationen).
Medienkompetenz bezieht sich bereits im frühen Kindesalter auf das gesamte Medienspektrum: Bücher, Zeitungen, Broschüren, Spiele, Computer,  DVD, Fernsehen, Kassettenrecorder, CD-Player, Fotos.  Erweitert wird dieses Spektrum auch durch neue Medien. Wir vermitteln den Kindern frühzeitig einen kompetenten und bewussten Umgang, damit sie am kulturellen, sozialen und ökonomischen Leben der Gesellschaft teilhaben und es mitgestalten können. Die oben genannten Medien spielen eine zentrale Rolle im Rahmen der sprachlichen, sozialen, technischen und der allgemeinen Bildung und Förderung. Die Kinder lernen, dass z. B. Bücher, Hörkassetten und Computer-Lernprogramme bestimmte Sachthemen behandeln.

Fragende und forschende Kinder

„Das Wichtigste, das man nicht aufhört zu fragen.“

  (Albert Einstein)

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik, sowie unsere Umwelt sind die Bereiche, in denen die Kinder umfassende kognitive Kompetenzen erlangen.

Vor allem im Alltag ist der Umgang mit Mathematik präsent. Die Kinder sortieren verschiedene Dinge, vergleichen, wiegen und messen, gehen einkaufen, trainieren Raum–Lage-Positionen und erfahren Strukturen und regelmäßige Abläufe. Unsere Räume laden zum Forschen ein. Im Rollenspielbereich schlüpfen die Kinder in andere Rollen und machen, z. B. beim Spiel mit dem Kaufladen, Erfahrungen mit Wechselgeld und Mengen.

Im Atelier finden die Kinder verschiedene Materialien, Farben und Formen.

In den Baubereichen experimentieren die Kinder mit schiefen Ebenen und machen die ersten Erfahrungen mit der Statik. Sie befassen sich mit geometrischen Körpern und berücksichtigen physikalische Gesetze. Ihre Tätigkeit wird durch logische Operationen, wie Synthese (Zusammensetzen) und Analyse (Zerlegen) sowie durch Vergleichen, Schlussfolgern und In-Beziehung setzen, bestimmt. In selbstbestimmten sowie angeleiteten Experimenten machen sie u.a. Erfahrungen mit den Elementen. Lernmaterial aus dem mathematischen Bereich regen zum Zählen, Sortieren und Vergleichen an.

Künstlerisch aktive Kinder

„Alle Kinder haben die märchenhafte Kraft, sich in alles zu verwandeln, was immer sie sich wünschen.“

 (Jean Cocteau)

Die Kinder können sich in unserem Atelier bei verschiedenen Angeboten und Projekten künstlerisch, ästhetisch, kulturell, musikalisch und handwerklich ausleben und erproben. Hier stehen für die Kinder als erstes Farben und Formen im Vordergrund. Sie experimentieren, mischen, pinseln, schneiden, kleben, kneten und malen mit einer Vielfalt kreativer Materialien, Werkzeugen, Techniken und Prinzipien, um Erfahrungen zu sammeln und eine gestalterische Formgebung kennen zu lernen.

Die Kunst an sich bietet den Kindern wiederum die Möglichkeit, einen Zugang zu anderen Kulturen zu finden, mit anderen über Kunstwerke und Darstellungsformen zu philosophieren.


„Hundert Sprachen hat das Kind, hundert Hände, hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen und zu sprechen. Immer hundert Weisen zuzuhören, zu staunen und zu lieben…“

(Loris Malaguzzi)

Musik beeinflusst unser Wohlbefinden, fördert Kreativität und Ausdrucksfähigkeit, erhöht soziale Kompetenzen, leistet einen Beitrag zur eigenen kulturellen Identitätsfindung, fördert die Sprachkompetenz und das Hörvermögen, bringt positive Effekte für die Gehirnentwicklung und stimuliert den Körper.

Neben dem täglichen Singen im Morgenkreis können die Kinder aus einem vielfältigen Angebot auswählen. Trommeln, Klatschspiele, Klanggeschichten, Einsatz von „Körperinstrumenten“ und Alltagsgegenständen, die umfunktioniert werden und natürlich der Einsatz verschiedener Orff– und Rhythmusinstrumente mit der entsprechenden Instrumentenkunde. Gerne begleiten wir die Kinder mit der Gitarre.

Starke Kinder

„Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,

so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“

(Marie von Ebner-Eschenbach)

In unserer täglichen Arbeit möchten wir die Kinder unterstützen, sich zu starken, selbstbewussten und gesunden Menschen zu entwickeln.

In unserem offenen Haus können die Kinder tragfähige Beziehungen auch außerhalb der Stammgruppe bilden. In unserer großen Gemeinschaft vermitteln wir ein starkes Wir-Gefühl und Wertschätzung jedem einzelnem Kind gegenüber.

Da Bewegung für Kinder ein elementares Bedürfnis ist, sind unsere Räume bewusst sparsam möbliert. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich ausreichend zu bewegen, sei es im Mehrzweckraum, im Garten, bei Ausflügen oder auch in den Räumen der Einrichtung. Es stehen ihnen unterschiedliche Turngeräte und Fahrzeuge zur Verfügung.

"Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst!"

(François VI. Duc de La Rochefoucauld)


Eine angenehme Atmosphäre entsteht, wenn die Kinder an einem liebevoll und einladend gedeckten Tisch mit appetitlich angerichteten Speisen sitzen und sich in selbst gewählten Tischgemeinschaften mit anderen Kindern unterhalten können. Soziales Lernen, z. B. Tischdienst vor und nach dem Essen übernehmen, sind weitere wichtige Erfahrungen. Das Mitwirken der Kinder an der Speiseplangestaltung dient der Verantwortungsübernahme und der Wissenserweiterung. Das gemeinsame Kochen und Backen vermittelt viel an Information und weckt Lust auf Genuss.
Unser warmes Mittagessen ist nahrhaft, gesund und abwechslungsreich.
Individuelle Bedürfnisse (Allergien, Vegetarier, kulturelle Hintergründe) finden Berücksichtigung.

Beteiligung der Kinder

„Das Kind hat das Recht, ernst genommen, nach seiner Meinung und seinem Einverständnis gefragt zu werden.“

  (Janus Korczak)

In den UN-Konventionen sind die Beteiligungsrechte von Kindern verankert. Kinder haben ein Recht auf Information, sie haben ein Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit und ein Recht auf Privatsphäre und persönliche Ehre. In Artikel 12 heißt es: „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ Entsprechend ihres jeweiligen Alters und Entwicklungsstandes beteiligen wir die Kinder in demokratischer Weise am pädagogischen Alltag und lassen sie ihre Belange betreffend mitentscheiden.

Im Morgenkreis reflektieren wir mit ihnen verschiedene Aktivitäten um positive Veränderungen herbeizuführen und versuchen in Alltagsgesprächen ihre Interessen und Bedürfnisse zu erfahren. Dazu stellen wir offene Fragen, um möglichst viel von den Kindern zu erfahren. Ebenso treffen wir uns mit den Kindern in Kinderkonferenzen, um Projekte- und sonstige aktuelle Themen mit den Kindern zu besprechen. Durch diese verschiedenen Gesprächsformen unterstützen wir nicht nur aktiv die Sprachentwicklung. Besonders angesprochen werden soziale Kompetenzen, wie das Erkennen, Äußern, Begründen und Vertreten von eigenen Sichtweisen sowie Respekt vor anderen. Demokratische Verhaltensweisen werden erlebt. Konfliktlösungsmöglichkeiten werden erlernt und erweitert.

Weitere Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder sind feste Dienste, wie z. B. Tisch decken oder kehren, die Mitsprache bei der Speiseplangestaltung, Patenschaften für die neuen Kinder, aktive Hilfe bei der Raumgestaltung, die gemeinsame Festlegung und Überprüfung von Regeln und Grenzen, Mitverantwortung für die Räume der Kindertageseinrichtung und Botengänge.

Selbstbestimmung darf jedoch nicht wahllos geschehen.

Grenzen sind:

  • Überforderung bei der Entscheidungsfindung
  • Gefährdung der eigenen Gesundheit sowie der Gesundheit Anderer

Kinderschutz

Die Städtischen Kindertageseinrichtungen sind geschützte und sichere Räume für Kinder. Die Mitarbeiter*Innen sind sich der besonderen Verantwortung für das Wohl der Kinder bewusst, reagieren frühzeitig und sensibel auf Gefährdungsanzeichen und haben ein Handlungskonzept, wie in einer Gefährdungssituation vorzugehen ist. Dabei ist die frühzeitige Einbeziehung der Eltern sicher zu stellen und  auf die Beseitigung der Gefährdung hinzuwirken. In Kooperation mit den jeweiligen Beratungsdiensten können entsprechende Hilfsangebote gemacht werden bzw. kindeswohlsichernde Maßnahmen eingeleitet werden (§ 8a ff SGB VIII).

Kinder haben ein eigenständiges Recht auf altersentsprechende Beteiligung und  ein Recht sich in eigenen Angelegenheiten zu beschweren oder ihre Sorgen mitzuteilen. Das Beschwerderecht gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Anliegen  den pädagogischen Mitarbeiter*Innen anzuvertrauen und dabei die Erfahrung zu machen, ernst genommen zu werden und Hilfe zu erhalten. Sie wissen, an wen sie sich wenden können und wie mit ihren Anliegen umgegangen wird. Das pädagogische Personal ist dafür verantwortlich eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder trauen, sich für die eigenen Interessen einzusetzen und das Recht der Beschwerde für eigene Belange wahrzunehmen.

Inklusion und Vielfalt

„Die Wertschätzung von Vielfalt bedeutet, ohne Angst verschieden sein zu können.“

 (Theodor W. Adorno)

Inklusion ist ein Menschenrecht und eröffnet den Weg für Vielfalt, Zugewinn und Chancengleichheit. „In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von Ausgegrenzten, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten zu ermöglichen „(UN- Behindertenrechtskonvention)“.

Jedes Kind verfügt über Fähigkeiten, welche die Gemeinschaft in unseren Kindertageseinrichtungen bereichern. Das Lernen wird reichhaltig und bietet allen Kindern gleiche Entwicklungschancen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft und unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Persönliches Potenzial findet Berücksichtigung, sodass sich das Kind in seiner Individualität wahrgenommen fühlt und seine Stärken entwickeln kann.

Die kulturelle Vielfalt in unseren Kindertageseinrichtungen spiegelt das reichhaltige Leben unserer Gesellschaft wider. Unser Bestreben richtet sich stets danach aus, dass Inklusion gelingen kann.

Unsere Fachkräfte lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und seiner Familie ein und richten ihr pädagogisches Handeln danach aus.

Selbstbestimmtes Spielen und Lernen

„Man kann einen Menschen nichts lehren, sondern ihm helfen,

es in sich selbst zu entdecken.“

(Galileo Galilei)

In vielen ihrer Spiele ahmen Kinder die Erwachsenen – und auch die Medienwelt nach und verarbeiten so ihre Alltagseindrücke. Dabei lernen sie beiläufig, denn Spielen und Lernen sind eng miteinander verknüpft.

Unser offenes Haus bietet optimale Bedingungen für selbst bestimmtes Spielen und Lernen. Dies stärkt die Selbstverantwortung und das Körperbewusstsein unserer Kinder. Vor und nach dem Morgenkreis und den Projekten, sowie nach der Mittagsruhe haben die Kinder den Freiraum zu entscheiden, in welchem Bereich sie sich mit wem aufhalten möchten. Freie und eigenständige Aktivitäten werden unterstützt. Die Kinder übernehmen Verantwortung für sich selbst, indem sie abwägen, ob ihnen nach Ruhe oder Bewegung ist, ob sie kreativ gestaltend oder naturwissenschaftlich, forschend tätig werden möchten und tragen damit Sorge für ihre eigenen Bedürfnisse. Jedes Kind ist einzigartig und hat ganz eigene Bedürfnisse. Kinder verspüren Hunger nicht zur gleichen Zeit, deshalb unterstützen wir sie dabei, auf ihr Hungergefühl zu hören. Soweit organisatorisch möglich, entscheiden die Kinder selbst, wann sie essen möchten. Wir respektieren die Entscheidung der Kinder, was, wie viel und wie lange sie essen.

Wir respektieren diese Selbstbestimmung der Kinder auch bei der Wahl der Kleidung. Da Menschen unterschiedliche Empfindungen für Wärme und Kälte haben, obliegt es auch jedem Individuum selbst, ob es z. B. eine Jacke, eine Matschhose, etc. für den Aufenthalt im Freien wählt. Hierbei lassen wir die Kinder nicht alleine, sondern wir begleiten Sie im Gespräch bei ihrer Entscheidung und bei dem gesamten Lernprozess. Auch hier ist das Ziel, sensibel für die eigenen Bedürfnisse zu werden und den Kindern das nötige Vertrauen zu schenken.

Dokumentation der pädagogischen Arbeit

Die Dokumentation unserer täglichen Arbeit mit den Kindern ist uns aus zwei Gründen sehr wichtig. Wenn wir das Spielverhalten der Kinder beachten, dieses bildlich und schriftlich festhalten, erkennen wir noch leichter individuelle Stärken des Einzelnen. Nur so können wir jedem Kind entsprechend weitere, geeignete Impulse für die individuelle Entwicklung bieten. Aber auch im Sinne einer konstruktiven Kooperation mit den Eltern ist uns die Transparenz der pädagogischen Arbeit sehr wichtig.

An unseren Pinnwänden finden die Eltern stets aktuelle Informationen zu unseren Projekten und Lernangeboten. Da Projekte längerfristig laufen, können die Eltern in Ordnern stets den gesamten Projektverlauf mitverfolgen.

Eindrücke aus den einzelnen Funktionsbereichen finden an großen Dokumentationswänden in Form von Bildern ihren Raum.
Zusätzlich hängen oder stellen wir immer wieder Werke der Kinder aus und geben sie ihnen mit nach Hause. Des Weiteren dokumentieren wir unsere pädagogische Arbeit in den Entwicklungsordnern eines jeden Kindes.

Beobachtung von Entwicklungsverläufen und deren Dokumentation

„Die Beobachtung ist die Eingangstür zur pädagogischen Arbeit.“

(Heck)

Eine wertschätzende Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber all ihren Kompetenzen, ist die Basis für eine individuelle Begleitung auf ihren Lernwegen. Durch regelmäßige Dokumentation der Lernprozesse der Kinder erhalten wir eine solide Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Sie dienen aber auch dazu, die Perspektiven des einzelnen Kindes, sein Verhalten und sein Erleben besser zu verstehen und damit auch als Anlass und Basis für das Gespräch mit den Kindern.

Entwicklungsordner (Portfolios) dokumentieren die Stärken des einzelnen Kindes. Sie werden in Zusammenarbeit mit dem Kind und den Eltern geführt und sind stets für sie zugänglich. Das Kind soll erkennen lernen, dass es immer wieder Fortschritte macht und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Portfolios bieten eine gute Grundlage unserer protokollierten Entwicklungsgespräche mit den Eltern, welche diese jederzeit einsehen und am Ende der Kindergartenzeit nach Hause nehmen.

Die Beobachtungsbögen KOMPIK, SELDAK und SISMIK werden zur Entwicklungsbeobachtung ebenfalls genutzt.

Zusammen mit den Werken der Kinder ergibt sich ein umfassendes und aussagekräftiges Bild von der Entwicklung und vom Lernen des Kindes. Wir können so relativ schnell auf besondere Situationen in der Gruppe reagieren oder passende Unterstützung für einzelne Kinder anbieten.

Selbstverständlich sind uns Informationen der Eltern sehr wichtig, denn Sie sind schließlich die Experten für ihr Kind. In den jährlichen Entwicklungsgesprächen werden die Stärken des Kindes, sowie eventuell notwendige Unterstützungsangebote besprochen.

Beteiligung der Eltern

„Dein Kind sei so frei es immer kann.

 Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.“

(Johann Heinrich Pestalozzi)

Gemeinsam gestalten wir die Übergänge des Kindes vom Elternhaus oder der Krippe in den Kindergarten und vom Kindergarten in die Schule und wünschen uns einen kooperativen Austausch. Zum einen möchten wir die Erziehungskompetenz der Eltern stärken, indem wir Einzelgespräche führen, pädagogisches Informationsmaterial auslegen und Themenabende anbieten. Zum anderen unterstützt uns das Expertentum der Eltern, um das Kind während der Kindergartenzeit auf seinem Weg gut begleiten zu können. Uns ist wichtig, dass ein Informationsaustausch in gemeinsamer Verantwortung stattfindet. Wir als Kita informieren gerne, sind aber auch mit Blick auf jedes einzelne Kind auf die Dialogbereitschaft der Eltern angewiesen. Die Teilnahme der Eltern am Alltag in der Kita ist erwünscht und willkommen. Sie können uns bei unserer täglichen Arbeit begleiten, an verschiedenen Aktionen teilhaben und sich ins Gruppengeschehen einbringen. Weitere Möglichkeiten an der täglichen Arbeit teilzuhaben sind die Begleitung bei Ausflügen, der Beteiligung bei Projekten, dem Backen oder Kochen mit den Kindern, Mithilfe bei der Planung, Organisation und Durchführung von Festen. In unserer Elternecke haben Sie die Gelegenheit, sich mit anderen Müttern und Vätern gemütlich bei einer Tasse Tee oder Kaffee auszutauschen.

Beteiligung, Mitverantwortung und Mitbestimmung von Eltern bereichert und unterstützt unsere Arbeit. Hier sprechen wir alle Eltern an, indem regelmäßige Elternbeiratssitzungen stattfinden. Hier tauschen sich die Mitglieder des Elternbeirates aus. Willkommen hierzu sind alle Eltern. Als Ansprechpartner wählt die Elternschaft ihre Vertreter zu Beginn des neuen Kindergartenjahres. Die jährlich stattfindende Elternbefragung, welche die Akzeptanz der Eltern zu den verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise Pädagogik, Ausstattung und Mittagsessen, sowie die Bedarfe zu den Öffnungszeiten und Schließzeiten abfragt, unterstützt unsere qualitative Weiterentwicklung.

Details zu unserer jeweils aktuellen Elternbefragung finden Sie hier.


Visualisierung der Kita Waldeysenstraße

  • Kita Waldeysenstraße © ZOOMARCHITEKTEN Berlin Ingolstadt
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  • Kita Waldeysenstraße - Grundriss Erdgeschoss © ZOOMARCHITEKTEN Berlin Ingolstadt
  • Kita Waldeysenstraße - Grundriss Obergeschoss © ZOOMARCHITEKTEN Berlin Ingolstadt
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